Sonne-Sand-Slowenien

Anmerkung: Den folgenden Eintrag habe ich schon kurz nach dem Urlaub geschrieben, allerdings hat sich das Bilder einfügen etwas verzögert…

Es war hier ja etwas Pause, deshalb ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen.

Teil 1: Al Bahra – Schrei der Taube

Um es mit einem Wort zu sagen: Grandios!

Es war ja für den Männe und mich das erste Liverollenspiel dieser Art und entsprechend waren die Gefühle im Vorfeld gemischt… Vorfreude (die Bilder von letztem Jahr sahen toll aus), Skepsis (ist das was für uns, drei Tage nonstop inplay und so), Nervosität (wie kommen unsere Charaktere an, war das ne gute Idee) usw. Die Vorbereitung lief verhältnismäßig problemlos, auch wenn ich die Näherei wieder etwas zu lange rausgeschoben habe, aber ansich waren wir ganz gut gerüstet, Zelt und Teppich hatten wir auch und sogar zwar stilechte Windlicher hatten wir uns noch organisiert. Da wir noch nicht so viel Deko hatten ließ sich alles sehr gut auf unsere Sackkarre verladen und wir sind bei miesem Wetter in Karlsruhe in die Bahn gestiegen.

Erster Pluspunkt: Das Wetter wurde gen Norden immer besser und das Eis beim Zwischenstop in Hannover war sehr lecker.

Nächstes Plus: Der Empfang am Campingplatz war sehr herzlich und die ersten bekannten Gesichter haben wir gleich entdeckt. Unseren Zeltplatz haben wir auch gefunden und unser Zelt professionell aufgebaut. Es hat sich dabei gezeigt, dass wir mit Abstand das winzigste Zelt hatten… Hier ein Danke an unsere nette Nachbarin, bei der wir unseren Packkrempel auslagern konnten.

Tja und nach dem Aufbauen ging der Wahnsinn los, als es dunkel wurde gingen wir onstage und was soll ich sagen, sämtliche Bedenken waren wie weggeblasen. Es waren drei wunderbar verrückte und traumhafte Tage, mit Gruselmomenten (Mumien, die plötzlich aus dem sand rauskommen), tollem Gemeinschaftsgefühl (beim Essen, beim Gebet, beim Geschichtenerzählen), jeder Menge tollen großen und kleinen Szenen und vielen tollen Menschen die wir kennen lernen durften. Meine persönlichen Highlights waren der geballte Einsatz um einen erkrankten Charakter zu retten, wir saßen zu viert um sie rum und haben getröstet, Medizin eingeflößt und Mut zugesprochen; der Moment als endlich der See wieder entgiftet war und alle ins Wasser gestürmt sind und…. meine allererste Larpschlacht, Pfeile die um einen rumfliegen sind schon erschreckend. Und viele kleine Dinge, wunderbare NSCs, tolle Kostüme,…. Ich könnte ewig so weitermachen.

AlBahraII-263#

Schatz und ich in Aktion, Bild von Judy von Glashaus design (https://de-de.facebook.com/GlashausDesign)

Fazit für Männe und mich, nächstes Jahr wieder, und dann mit großem Zelt (ich hatte zeitweise Platzangst in dem Winzding).

Der Nebeneffet der Con, wir hatten den Sand überall 😀 und man gewöhnt sich so sehr an das barfuß laufen, das Schuhe danach echt unangenehm sind.

Teil 2: Slowenien

Nach der Con, waren wir für eine Nacht zuhause. Da hieß es dann Sand aus den Sachen schütteln und umpacken. Da der Urlaub in Slowenien ebenfalls als Zelturlaub geplant war brauchten wir die meistens Sachen wieder nur beim Zelt sind wir dann auf unser großes gemütliches Zelt umgestiegen und haben uns Gepäcktechnisch auch etwas mehr Luxus zugestanden.

Montagfrüh gings dann mit dem Auto Richtung Süden. Als erster Zwischenstop war Salzburg angedacht, da wir beide noch etwas müde waren. Am zweiten Tag gings dann auf altbekannten Pfaden weiter bis nach Kobarid, wo wir dank Zwischenstop diesmal schon bei Tageslicht ankamen. Der Zeltplatz war noch so schön und gemütlich wie beim letzten Mal und nachdem das Zelt aufgeschlagen war sind wir Richtung Ortskern marschiert um in „unserer“ Gaststätte zu abend zu essen. Dort angekommen gabs den ersten Schock: Betriebsferien bis kurz vor Ende unseres Urlaubs! Wir sind dann auf ein anderes Lokal ausgewichen, waren aber doch recht frustriert.

Nachdem das anfänglich so schöne Wetter dann auch in immer mehr Regen umgeschlagen hatte und unser Zelt langsam aber sicher den Dienst quittierte haben wir nach zwei Nächten beschlossen wir fahren Richtung Süden und suchen uns eine Ferienwohnung. Der Schatz hat sich also eine Karte geschnappt und mich nach Ajdovščina gelotst. Seine Theorie “ da gibts ne Touristeninfo, die wissen bestimmt wo noch freie Ferienwohnungen sind“. Zelten war leider keine Option mehr, da das Zelt komplett durchweicht war. Der Regen hat uns auf dieser Fahrt leider nicht verlassen, stattdessen kam im Süden dann noch ein recht netter Wind dazu.

In Ajdovščina angekommen hat und die Info tatsächlich helfen können und wir haben dann in Lokavec eine sehr schöne und zudem noch günstige Ferienwohnung bezogen. Mit festem Dach über dem Kopf war das Wetter dann auch nicht mehr so schlimm und in den kommenden Tagen hatten wir auch noch einige Stunden schönsten Sonnenschein. Von der Lage her war die Wohnung perfekt, sodass wir viel gesehen haben: Höhlen von Škocjan, slowenische Adriaküste, die Höhlenburg Predjama und viele schöne Berge und kleine Städtchen in der näheren Umgebung, dem Vipava-Tal. Insofern sind wir beide dem Wetter sehr dankbar, wir haben dadurch einen anderen Flecken Sloweniens gesehen, der ebenfalls wunderschön ist und wir haben die Zeit dort sehr genossen. Und auf dem Rückweg nach Hause haben wir es uns nicht nehmen lassen noch einen Zwischenstop in Kobarid zu machen um dort in der Gostilna Breza fürstlich zu dinnieren. 😀

Soca bei Sonnenschein

Soca bei Sonnenschein

Platz vor unserem Zelt nach Dauerregen

Platz vor unserem Zelt nach Dauerregen

Ausblick von der Ferienwohnung

Ausblick von der Ferienwohnung

Salam Aleikum, Fremder!

Ich hatte ja Bilder versprochen, und da der Männe mich heute nach Fertigstellung der Klamotten dazu genötigt hat für die Fotos nach draußen zu gehen, gibts das Ganze sogar vor netter Kulisse 🙂

Hier einmal die Geschwister Rasin, in besonders finsterer Pose 🙂

IMG_2061#Alles was wir anhaben, außer den Gürteln samt Taschen und den Schuhen, habe ich selbst bemacht. Also zwei Hosen, zwei Tuniken, zwei Mäntel, Schärpen und Turbane. Die Schnittmuster sind größtenteils selbst erstellt, bzw. aus frei erhältlichen zusammengebastelt. Für die Schärpen und Turbane (ich hoffe das ist der korrekte Plural), habe ich Bomull vom bekannten Schweden verwendet und mit Batikfarbe, bzw. Waschmaschinenfarbe gefärbt. Ich bin mit den Farben soweit ganz zufrieden. Die Schärpen wurden gebatikt, was theoretisch dunkelblau sein sollte, wir haben aber viel zu viel Stoff genommen, sodass es jetzt ein fleckiges mittelblau geworden ist. Finde ich persönlich sogar besser, weil sieht gebrauchter aus.

Wenn man das Tuch vor dem Gesicht wegmacht sieht das ganze dann so aus:

IMG_2065#Das einzig schlimme ist jetzt, dass wir für einen glaubhaften „Used-Look“ die Sachen etwas ramponieren müssen. Also her mit Schmirgelpapier, Dreck und co. Mein Schneiderherz blutet etwas, aber was tut man nicht alles für ein authentisches Aussehen.

Ansonsten bin ich unglaublich stolz auf die Sachen und wenn man draußen damit rumläuft und ein bissel Wind geht bauschen die Mäntel richtig schön, das schaut dann schon cool aus.

Nähkoma

Da ich diesen Blog eigentlich angelegt hatte um über meine Nähprojekte zu berichten gibt es heute mal wieder ein kleines Update, allerdings noch ohne Bildbeweise. Ich hatte letzte Woche Urlaub und da ich mich in der Vorbereitungsphase für die Orientcon befinde habe ich diese Zeit genutzt um an den Klamotten für den Männe und mich zu arbeiten. Bislang fertig sind jetzt 2 Pluderhosen und meine Tunika, fast fertig sind unsere beiden Mäntel noch zu machen habe ich die Tunika des Gatten (da ist mir die erste Version ziemlich verunglückt) und eventuell noch ein oder zwei Kissenbezüge damit wir unser Zelt auch standesgemäß ausstaffieren können.

Diese Woche ist jetzt seit Montag Nähatelier in der VHS angesagt. Das wir geleitet von einer Dame bei der ich vor ein paar Jahren bereits Nähkurse besucht habe. Das schöne daran ist, dass ich da nicht zuhause sitze und mich so nichts vom nähen ablenkt, außerdem lernt man nette Leute kennen. Allerdings habe ich auch einen kleinen „Nachteil“ festgestellt. Ich bin in zwischen nähtechnisch zu fit für solche Kurse. Viele Fragen der anderen Kursteilnehmerinnen kann ich auch beantworten und bis auf Kleinigkeiten werkel ich da so vor mich hin, ohne die Kursleiterin sonderlich in Anspruch zu nehmen. Fazit, wenn überhaupt lohnt sich sowas nurnoch bei wirklich kniffligen Projekten (die ich im Moment nicht habe) und selbst da hab ich bislang auch alles alleine hinbekommen.

Am Wochenende werden dann die nächsten Zutaten für den Orient besorgt und vielleicht fällt auch noch ein Stoff fürs Vampirliverollenspiel ab (ich hab endlich einen simplen und passenden Schnitt für meine Verrückte gefunden, diesen hier). Drückt die Daumen, mit etwas Glück gibt es in Kürze eine Bilderreichen Post 🙂 . Im Moment, um auf den Titel zurückzukommen, bin ich quasi jede freie Minute irgendwie mit Nähen beschäftigt, sodass sich langsam das Gefühl einstellt, ich bräuchte Urlaub vom Hobby 😉 . Ich bin mir aber sicher, dass sich das schnell wieder legt, sobald alles fertig ist.