Radfahren im Regen

Aus gegebenem Anlass ein kurzer Beitrag zu meinem Lieblingtransportmittel… Seit nunmehr über 20 Jahren bin ich egal ob zur Arbeit (früher Schule/Uni) oder zum Einkaufen, ins Kino, Theater,… fast immer mit dem Fahrrad unterwegs. Ich mag die Unabhängigkeit, die mir das Rad bietet und ich genieße es, dass mir beim Fahren der Wind um den Kopf pustet und ich auch Wege fahren kann, die mit dem Auto nicht zugänglich sind. Ich fahre auch bei jedem Wetter, was bei 10 km Arbeitsweg im Winter bedeutet, dass es erstmal recht frisch werden kann. Auch Regen hat mich bislang nie davon abgehalten mich aufs Rad zu schwingen, ich habe Regenkleidung und ich liebe den Geruch von Regen, weshalb ich gerade bei Regen sehr gerne Fahrrad fahre.

Trotzdem verwundert es mich, dass ich regelmäßig mitleidige Blicke ernte, wenn ich auf der Arbeit in strömendem Regen ankomme oder abends nach Hause fahre. Meistens sind diese Blicke kombiniert mit der Aussage „ach du Arme, musst du bei dem Wetter fahren…“. Um das hier mal klar zu stellen: Ich MUSS das nicht! Ich WILL das! Und es macht mir Spaß. Ich habe mich aus freien Stücken dafür entschieden in meinem Leben soweit als irgend möglich auf ein Auto zu verzichten und es geht mir großartig dabei. Natürlich könnte ich mir ein Auto leisten und damit zur Arbeit fahren, will ich aber nicht. Das muss niemand verstehen, aber Mitleid für meine Situation halte ich für völlig unangebracht und ich denke auch, dass mir da einige andere leidenschaftliche Radler aus vollem Herzen zustimmen.

Nach einer wundervollen Regenfahrt gestern musste das mal gesagt werden. Und ja, auch bei Schnee fahre ich, nur bei Glatteis und extremem Sturm nicht, weil das im Wald dann doch etwas gefährlich werden könnte.