Hochrechnen kann funktionieren

Nach einem Monat intensiver Vorbereitung *hüstel* war gestern der 10km Lauf. Das Wetter hatte Samstag abend noch dafür gesorgt, dass ich mit einigen Bedenken eingeschlafen bin und davon geträumt habe, dass es in strömen regnet und ich die 10 km mehr schwimmend als laufend hinter mich bringen muss. Gottseidank war das Wetter gestern dann aber quasi perfekt. Angenehm kühl, keine Sonne, und nur wenige Regentropfen aber eine wunderbar saubere Luft. Da meine Vorbereitung im wesentlichen aus Läufen von maximal 3,5 km bestanden hatte war mein Mann berechtigterweise kritisch, ob ich auch eine so lange Strecke wohl schaffe. Dazu sei angemerkt, dass Kondiktion und ich nicht immer die besten Freunde sind. Ich hatte mich auf meinen kurzen Übungsläufen abundzu gestoppt und kam auf eine Zeit von 9-10 Minuten pro Kilometer. Da das Training von der Anstrengung her ok war hatte ich mir gedacht, das wird schon klappen mit der langen Strecke und wenn ich in der Geschwindigkeit weiterlaufe käme ich auf ca 1,5 Stunden, ein wie ich finde durchaus respektables Ergebnis.

Gestern früh dann war das Aufstehen schon eine Qual und der Gedanke im Bett liegen zu bleiben war verlockend, aber ich habe mich durchgebissen und bin mit der Meute um halb 10 gestartet um die 10 km bis zu Uni zurückzulegen. Die ersten 2 Kilometer waren mäßig ok, ich wollte zuerst Musik hören hab aber letztendlich die Stille des Waldes vorgezogen. Und bei Kilometer 4 (in etwa) passierte es dann tatsächlich, ich hatte meinen Rhythmus. Einatmen vier Schritte, ausatmen vier Schritte… meine Beine sind wie von alleine gelaufen und es hat irgendwie schon fast Spaß gemacht. Zwischendrin waren immer wieder Streckenposten, die einem zugejubelt haben und ich habe sogar Konkurrenzwalker überholt, Unterhaltung hatte ich also genug. Als ich dann um kurz vor 11 durchs Ziel gelaufen bin hätte ich auch noch weitermarschieren können :-).

Ergebnis des Ganzen: Ein verdienter dritter Platz (von 6 😉 ) auf den ich sehr stolz bin und eine Laufzeit von 1:26:55. Wenn man bedenkt, dass es keine individuelle Zeitnehmung gab für den Start war ich also eventuell sogar noch schneller. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden und schon auf der Suche nach dem nächsten Lauf für den ich mich anmelden kann.